Vor der Wende vom 19ten zum 20sten Jahrhundert bestand unser Haus als Cafe-Restaurant „Zur Goldspinnerin“. Hier verkehrte vorwiegend bürgerliches Publikum, aber auch Persönlichkeiten wie Johannes Brahms oder Ludwig van Beethoven zählten zu seinen Gästen.

Im Jahre 1908 wurde das Hotel, nach einer Aufstockung, in „Goldene Spinne“ unbenannt. Ihr heutiges Gesicht erhielt die Fassade nach einem Bombentreffer im Zweiten Weltkrieg. Im Laufe der Jahre veränderte sich das Stammpublikum. Vor dem Ersten Weltkrieg kamen vorwiegend Schichtarbeiter aus den nahegelegenen Fabriken zur Übernachtung. Danach avancierte das Hotel immer mehr zum Ort der Begegnung zwischen käuflichen Damen und ihren Freiern. Vor allem aus dem Bereich der Seilerstätte kamen die Besucher. Diese sehr bewegte Zeit endete Mitte der 70er Jahre mit Veränderungen in der Innenstadt. Die Errichtung von Fußgängerzonen, Einkaufsstraßen und Lokalen auch für den gehobenen Geschmack führte zur Verdrängung des Striches aus dem Bereich des Kohlmarktes, der Kärtnerstraße und der Seilerstätte.